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10.9.2010 : 17:58 : +0200

Erstrangige Veränderung


Veränderung ereignet sich innerhalb des Systems, welches unverändert bleibt.
Die gleichen Gegebenheiten existieren weiter und werden nicht geändert. Die Weltanschauung und der vMeme-Kode bleiben konstant, auch wenn einige Modalitäten des Ausdrucks sich ändern. Die grundsätzlichen Einstellungen bleiben erhalten, um als Stabilisierung und Sicherung in der Vorhersage zu dienen.

Ziele:
• Gleichgewicht wiederherstellen; Gegebenes verbessern.
• Verwurzelt in vergangenen Entscheidungen
• Erneuern, Aufpolieren, Reformen.
• Härter und besser arbeiten


Grundtenor: Mehr vom Selben

 

Die Alpha-Paßform
1. CV-1
(Change Variation)
Feinabstimmung oder „Hübschen“
Einfache Anpassung oder leichtes Nachrücken, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Nichts wirklich Neues wird hinzugefügt.
2. CV-2
Reformieren oder „Mal so richtig das Deck schrubben“
Die gleichen Elemente, Leute, Gegebenheiten oder Komponenten werden erhalten, allerdings  neu angeordnet, neu gemischt oder reformiert, um das Ziel zu erreichen. In einigen Fällen werden alten Glaubenssätzen neue hinzugefügt, allerdings ohne die Art des Denkens oder den Produktionsprozess zu verändern
3. CV-3
Ausbau oder Verbesserung der Gegebenheiten
Das neue und verbesserte Model, oder die neue Version des alten Prozesses oder Produktes werden vorgestellt. Die grundsätzlichen Funktionsannahmen bleiben gleich.

Die Beta-Bedingungen
4. CV-4
Zurückschrauben oder regredieren, um die Aufgabe zu meisten
Man kehrt zu einem früheren System, einer einfachen Lösung oder einer früheren Perspektive zurück, um eine Antwort auf ein spezielles Problem oder einer besonderen Situation zu erhalten. Wenn erst einmal die Gefahr gebannt oder das vergangene Problem gelöst ist, springt das System in den Ausgangszustand zurück. Es gibt auch hier keine andauernde Veränderung an sich, sondern nur eine Periode der Anpassung.
5. CV-5
Erweitern oder Fortschreiten, um den „Handel“ perfekt zu machen
In diesem Fall werden die grundsätzlichen Einstellungen zeitweise „gedehnt“ zu einer komplexeren Vorstellung, um ein spezifisches zeitweiliges Problem zu lösen. Weil dies ebenfalls keine natürliche Position ist, schnappt das System zu den Gewohnheiten und üblichen Vorstellungen zurück, sobald die Entscheidung getroffen ist.

Zweitrangige Veränderungen


Megasystem Veränderung zu einem neuen Paradigma, einer neun Annahme und neuen Strukturen. Diese Art des Wechsels fordert ein großes Überdenken des gesamten Systems, von Alpha zu Omega. Nichts bleibt bestehen außer es passt in die neuen Gegebenheiten. Es ist ein Systemwechsel im besten Sinne des Wortes. Hier werden neuartige Funktionsannahen getroffen. Alles erscheint in einem neuen Licht.

 

Ziele:
• Generiert durch äußere Ereignisse und Einflüsse
• Geführt durch wahrzunehmende Zukunft
• Verwirrend, Unerwartet, Paradox


Grundtenor: Neugestaltung


Die Gamma-Falle
6. CV-6

Ausbruch und die Barrieren angreifen
Die Elemente der alten Ordnung werden angegriffen und zunichte gemacht. Die starren Positionen, festen Barrieren und ernsten Blockaden müssen beseitigt werden. Bei der milden Form dieser Veränderung werden die Leute entlassen oder befreit, wobei die ganzen Funktionsweisen beseitigt werden, oder zumindest wesentliche Teile entfernt werden. Bei der etwas aggressiveren Variante, werden die existierenden Blockaden einfach weggewischt. Dies ist jedoch eher revolutionärer als evolutionärer Wechsel.


Die Delta-Woge
7. CV-7

Aufwärtsbewegung oder Verwandlung zum „Nächsten“
Hier findet der Wechsel zur nächsten Stufe der Komplexität statt. Dieser Wechsel ist mehr evolutionär als revolutionär. Die ältere Ordnung wird in die neue Ordnung eingebettet.- wie bei den russischen Puppen:Puppe in Puppe in Puppe...-. Die alten Dinge sind Vergangenheit und die neuen scheinen auf. Disneys verzaubertes Königreich verwandelt sich in Disneys Global Enterprises.

Quantensprung von epochaler Größenordnung
8. CV-8

Unter bestimmten historischen Umständen gibt es eine massive Veränderung in den verschiedensten Bereichen der Gesellschaft. Dies geschah z.B. beim Übergang in die  Bronzezeit, in die Eisenzeit, ins Atomzeitalter und ins Informationszeitalter, etc. Hier ist die Aufteilung in prämodern, modern und postmodern anzusiedeln. Wir können jetzt die Erfahrung eines solchen Quantensprunges machen, wenn wir durch die Turbulenzen der post „Kalten Krieg „ –Epoche durchgehen.


ach Beck

Veränderung ist nicht die Regel;
keine Veränderung ist nicht die Regel

C.W.Graves

Die Prinzipien des Memewandels

Es geht nicht um Menschentypen, sondern um Typen in Menschen.

Das Ineinandergreifen der “äußeren“ Bedingungen  (Naturgegebenheiten und menschliche Aktivität) und der latenten „inneren“ Kapazität nennt C. Graves den „Doppel-Helix“-Aspekt seiner Theorie.
Die Spirale wird aktiviert durch die dynamische Interaktion zwischen unseren internen Zuständen und den äußeren Welten.
Natürlich sind diese Ausprägungen nicht pur vorhanden, sondern in allen nur denkbaren Betonungen.
Die Entwicklung durch die vMemes drückt sich dann auch in ihrer Betonung aus.

Dies betrifft sowohl das Individuum, als auch Organisationen und Gesellschaften.

Die sechs notwendigen Voraussetzungen für eine vMeme-Veränderung.

1. Potential von Gehirn und Verstand
2. Lösungen anstehender Probleme
3. Dissonanz und Ungewissheit
4. Blockaden erkennen und überwinden
5. Einsicht und Alternativen
6. Konsolidierung und Unterstützung

1. Potential
Hat drei verschiedene Formen:
a.) offen: die Fähigkeit zu komplexerem Funktionieren
b.) gefangen: durch situative oder persönliche Barrieren
c.) gefangen: durch die aktuelle bio-psychische Kapazität
2. Lösungen
für vergangene oder aktuelle existenzielle Probleme
3. Dissonanz
Unstimmigkeiten mit dem entsprechenden vMemes
4. Blockaden
Erkennen und überwinden der Blockaden für den Wechsel
5. Einsicht
Einsicht in die wahrscheinlichen Gründe und möglichen Alternativen
6. Konsolidierung
Konsolidierung und Unterstützung während des Wandels

Je nach Vorhandensein einiger oder aller dieser Bedingungen ist ein Wandel möglich.

Horizontaler Wandel

Erstrangige Veränderungen:
1. CV-1 (Change Variation)
Feinabstimmung oder „Hübschen“
2. CV-2
Reformieren oder „Mal so richtig das Deck schrubben“
3. CV-3
Ausbau oder Verbesserung der Gegebenheiten
4. CV-4
Zurückschrauben oder regredieren ,um die Aufgabe zu meisten
5. CV-5
Erweitern oder Fortschreiten, um den „Handel“ perfekt zu machen

Zweitrangige Veränderungen:
6. CV-6
Ausbruch und die Barrieren angreifen
7. CV-7
Aufwärtsbewegung oder Verwandlung zum „Nächsten“
8. CV-8
Quantensprung von epochaler Größenordnung

Vertikaler Memeswandel

 

Ausgehend von einem relativ stabilen Zustand „ALPHA“ gleitet das System, ob individuell oder gesellschaftlich, in einen Folgezustand „BETA“, der durch Unsicherheit gekennzeichnet ist.

Von diesem Erfahrungszustand führen nun zwei Wege zu einem neuen stabilen Zustand „NEW ALPHA“.

Ein evolutionärer und ein revolutionärer Weg.

Der revolutionäre Weg führt über einen Umweg, der GAMMA-Falle oder „GAMMA-Trap“ genannt.

Aus dieser Falle führt ein Durchbruch zu einer neuen stabilen Situation über den „DELTA-SURGE“.

In jedem Falle ob über den evolutionären oder den revolutionären Weg wird ein neuer stabiler Zustand („NEW ALPHA“) betreten, um über kurz oder lang in ein weiters BETA zu geraten, nach Überschreiten des Höhepunktes.

Alpha
Alpha ist ein Zustand, in dem Individuen, Organisationen oder kulturelle Wertesysteme ihre Existenzprobleme erfolgreich bewältigen. Bei einem Individuum „läuft alles gut“ im wirklichen Leben. Die Firma läuft gut in seiner „Nische“. Die Gesellschaft trifft die Bedürfnisse seiner Bürger mit effektiven Lösungen. Die Lebensbedingungen sind relativ stabil. Organisationen sind mit dem zufrieden, was gerade „läuft“. Die Kultur hat die Formen und Strukturen kreiert, die zu den Problemen passen. Im übertragenen Sinne: „Gott ist im Himmel und alles läuft richtig in der Welt.

Beta
Beta entspringt aus Zweifeln. Hier ist was faul, aber was? Die alte Art zu leben; (sich durchzuschlagen) funktioniert nicht mehr länger. Um erfolgreich zu leben, bedarf es neuer und unvorhergesehener Elemente für die Lebensbedingungen.
Es könnten persönliche Probleme sein; Firmen zeigen Zeichen der Unwirtschaftlichkeit; in Gesellschaften werden Spannung, Konflikte und Missklang deutlich. Und trotzdem verstehen wir nicht, was eigentlich passiert. So, was versuchen wir zu tun?
1. Erstens versuchen wir mehr vom „Altbekannten“ zu tun, denn zunächst glauben wir, dass es nicht am System liege, sondern nur an seiner Umsetzung und seinen Zwängen. Wir „schnallen den Gürtel enger“; wir „besinnen“ uns wieder auf unser Leben; oder wir „gliedern“ uns wieder besser ein.
2. Zweitens suchen wir nach einer „Reform“, nach einem „Nachjustieren“, nach einem Regulativ für das System, während wir seine Hauptcharakteristika unangetastet lassen. Wir versuchen uns nostalgisch an „Früher“ zu erinnern, wo noch alles so reibungslos funktionierte.
3. Wir erkennen, dass unser System nur eines von vielen ist. Dann öffnet sich ein Ausblick auf eine mögliche Veränderung durch evolutionären Wandel in ein „Neues Alpha“.

Gamma
Gamma ist eine Zeit wachsender Frustrationen und des Gefühls „gefangen“ zu sein, und eine vollständige Ansammlung von antisozialen, selbstzerstörerischen, und erschöpfendem Verhalten. Der Ärger kommt daher, weil man weiß , was und warum etwas falsch ist. Außerdem weiß man, was die Spannung lösen hülfe, und wie ein „Neues Alpha“ zu erreichen wäre. Aber man fürchtet die mächtige und oft strafende Barriere, die einem im Wege stehen. Diese Barrieren können innerhalb der Personen oder Gruppen liegen oder scheinbar von „Außen“ unkontrollierbar aufgezwungen.
Gamma kann zu Gewalt, Zerstörung, bewaffneter Rebellion und Revolten gegen den „Status Quo“ führen. Dies wird dann revolutionärer Wandel, wenn sich Individuen oder „Bewegungen“ buchstäblich oder symbolisch sich gegen die Barrieren werfen. Bei sanfterem Verlauf äußert sich diese Zeit als ein „Weglaufen“, „Flüchten“, „Ausbrechen“, und eine „Befreiung von den Fesseln“.
Der Gamma- Zustand ist häufig in der „Midlife-Crisis“ oder nach einem schweren persönlichen Trauma, das die Zukunft hoffnungslos aussehen lässt.
Da ein Vorwärtskommen offensichtlich durch das Gamma blockiert ist, versuchen wir es erst mit der alten Art des Denkens, mit verstaubten Lösungen, revitalisieren „Versuch und Irrtum“ und glauben, daß die Religion meiner Väter auch gut genug für mich ist.

Delta
Delta ist ein Zeitraum von Aufregung und schnellen Wechsels, in denen die Barrieren überwunden sind, und vergangene Zurückhaltung über Bord geworfen wurde. Man übernimmt Verantwortung für die eigenen Ziele. Die Vergangenheit beeinflusst nicht mehr die Gegenwart. Die Delta-Energie-Woge ist oft schmerzhaft, enthusiastisch und zügellos. „Altes Denken“ wird zu Gunsten  von frischen Ideen und Lösungen verlassen, weil sich unerwartet verschiedene Strukturen in einem Wirbel von Aktivitäten vereinen. Diese Überschwänglichkeit entzündet Kreativität, Findigkeit und widmet sich der Aufgabe eine neue Persönlichkeit zu entwerfen.
Der Delta-Zustand bringt oft Spannung in die bestehenden Beziehungen und ruft oft negative Reaktionen bei den „Zurückgelassenen“ aus. Wird zu viel „Delta“, zu schnell und zu emotional vorgespielt, kann dies zu ernsthaften Rückschlägen führen, die die alten „Barrieren“ wieder bekräftigen kann.

New Alpha
Das „New Alpha“ ist die Konsolidierung der Ideen und gemeisterten Systeme, die während des Delta-Zustandes aufgetaucht sind. Das Individuum  kehrt in einen neuen Gleichgewichtszustand zurück, in dem die Welt wieder synchron läuft. Eine Organisation passt wieder in den Markt. Die Gesellschaft scheint im „Gleichschritt“ mit den Lebensbedingungen. Viele meinen, dass dies nun der ultimative Zustand sei, und die Welt nun „immer“ so bleiben würde.
Allerdings hinter dem Horizont, hinter der nächsten Ecke oder am Ende der Stasse wartet schon das nächste Beta.

Evolutionärer Wechsel
Bedingungen für den Wechsel
• Vorhergehende Probleme sind gelöst
• Ausreichend Hirnschmalz
• Zugriff auf „neue Systeme“
• Neue Modelle und Muster
• Verfügbare Mittel
• Konsolidierung und Unterstützung

Revolutionärer Wechsel
• Forderung nach fundamentalem Wechsel in den bestehenden Strukturen/Systemen
• Unbeugsamer „Alles oder Nichts“ Angriff auf die Barrieren/Hindernisse
• Verteidigt seine Aktionen durch „edle Ziele“.

Flex
Höchste Entwicklung ist gekennzeichnet durch die Bereitschaft „Wandel“ zu akzeptieren, sich fortzuentwickeln „von dem was war“ und das „Kommende“ anzunehmen, was immer es auch sei.
Niedrige Entwicklung gibt dem Festhalten an Verlässlichem, Stabilem, Wichtigen und Notwendigem den Vorzug.